Aktuelles

Coronakrise macht Angst

Derzeit erleben wir durch die Coronapandemie eine Krise, die Verunsicherung und Bedrohung körperlicher und seelischer Art auslöst. Im Gegensatz zu den Flüchtlingen, die unserem Kontinent zustreben befinden wir uns hier, materiell gesehen, weniger in einer existentiell bedrohten Lebenssituation. Aber das Ausgeliefertsein an Corona produziert Ängste, auch existentielle, die wir so nicht kannten. Vieles scheint aus der Kontrolle zu geraten, wir wissen nicht, wie es weiter geht. Reisen, Familienfeiern, Parties, viele Arten der Unterhaltung des Zusammenseins sind nicht mehr möglich. Die persönlichen Freiheiten sind massiv eingeschränkt. Das bedroht viele Menschen. Die Konsequenzen der Präventionsmaßnahmen sind für viele inzwischen auch existentiell bedrohlich, die Selbstmordrate ist stark angestiegen, Gewaltdelikte nehmen zu. Ein Klima der Angst hat sich ausgebreitet, verbunden mit vielen Fragen, aber auch der Frage, wie geht es weiter? Wie gehen wir mit seelischen Belastungen um, wenn wir Kontakte mit uns nahestehenden Menschen meiden müssen, sie vielleicht nie mehr sehen werden oder berühren dürfen? Das ist seelische Grausamkeit und erzeugt Angst und Wut. Angst schwächt und zerstört uns innerlich, da wir Vertrauen und damit die Zuversicht verlieren. Fassbinders Filmtitel: „Angst essen Seele auf“ beschreibt den Elendskreislauf sehr gut.

Der Gott der Seuchen und die Angst

Einst saß ein alter, weiser Mann unter einem Baum, als der Seuchengott des Weges kam. Der Weise fragte ihn: „Wohin gehst Du?“ und der Seuchengott antwortete ihm: „Ich gehe in die Stadt und werde dort hundert Menschen töten.“ Auf seiner Rückreise kam der Seuchengott wieder an dem Weisen vorbei. Der Weise sprach zu ihm: „Du sagtest mir, dass du hundert Menschen töten wolltest. Der Reisende aber hat mir berichtet, es wären zehntausend gestorben.“ Der Seuchengott aber sprach: „Ich tötete nur hundert. Die anderen hat ihre Angst umgebracht.“

aus dem Zen Buddhismus

Die Lehre der Psychosomatik konfrontiert uns mit einem Wissen, über das schon die alten Römer verfügten, nämlich dass Seele und Körper eine Einheit sind. Und wie gehen wir damit um? Die derzeitige Krise zeigt es deutlich. Mit aller größtem Nachdruck wird ein Impfstoff entwickelt, der den Körper immunisieren soll. Das ist wünschenswert und notwendig. Nur, Menschen brauchen, um gesund, stark, auch abwehrstark zu sein, seelische Nahrung. Das geschieht durch Nähe, Zusammensein, gemeinsame Perspektiven entwickeln, Mut machen. So entsteht Zuversicht und Vertrauen.


Helferengel
Helfer in der Not

Der Engel von Simi

Eines Nachts  träumte ich, dass ich mir meinem Schutzengel am Meer entlang ging. Und es entstand vor meinen Augen, Streiflichtern gleich, mein Leben. Für jeden Abschnitt, wie mir schien, entdeckte ich je zwei Paar Schritte im Sand; die einen gehörten mir, die anderen meinem Schutzengel. Als dann das letzte Bild an uns vorüber geglitten war, sah ich zurück und stellte fest, dass viele Male nur ein Paar Schritte im Sand zu sehen waren. Sie verdeutlichten die Phasen meines Lebens, die mir am schwersten waren. Das machte mich verwirrt, und fragend wandte ich mich an meinen Schutzengel: „Als ich Dir damals alles, was ich hatte, übergab, um Dir zu folgen, da sagtest Du, Du würdest immer bei mir sein. Doch in den tiefsten Nöten meines Lebens seh’ ich nur ein Paar Spuren hier im Sand. Warum verließest Du mich denn gerade dann, als ich Dich so verzweifelt brauchte?“ Der Engel nahm meine Hand und sagte: „Nie ließ ich Dich allein, schon gar nicht in den Zeiten, da Du littest und angefochten warst. Wo Du nur ein Paar Spuren hier im Sand erkennst, da trug ich dich auf meinen Schultern.“

Margaret Fishback Powers

Ein aufmerksamer Leser des Engelmagazins machte mich darauf aufmerksam, dass die Geschichte von Margaret Fishback Powers stammt. Interessanterweise blieb sie als Autorin lange Zeit unbekannt, während Ihre Geschichte immer berühmter wurde- ähnlich wie bei Fridolin Leiber. Er war als Bildautor vergessen bis vor wenigen Jahren, aber seine Engelbilder kannte fast jeder.

Was hält uns, was trägt uns?
Was macht uns stark?

Seelische und damit verbunden auch körperliche Gesundheit resultiert ganz wesentlich aus unserer Lebenseinstellung, dem Mentalprogramm. Wenn es positiv ist, spricht man von Resilienz.

Menschen mit einem positiven Selbstbild, haben eine ungebrochene Energie und sind von der Zuversicht getragen, dass sie ihre Ziele erreichen und gut begleitet sind. Unsichere Persönlichkeiten werden von Zweifeln vielfältiger Art bedrängt, deren Umgang und Abwehr Energie verbraucht und damit schwächt. Menschen brauchen das Gefühl der Selbstwirksamkeit und Zuversicht, um die Herausforderungen des Lebens zu bewältigen. Wenn unser Vertrauen uns mit dem Gefühl von Halt und Getragen sein ausstattet, dann fühlen wir uns stark.